Das legale Oligopol: Warum Moody’s traumhafte Margen einfährt
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In diesem Artikel stellen wir euch eine Aktie vor, die der berühmte Investor Warren Buffett bereits seit über 25 Jahren im Depot hält und sich seit langem unter den Top 10 Aktien seines Depots befindet. Gemeint ist das Unternehmen Moody's.
Dieses sollte vor allem für Dividendeninvestoren interessant sein, die auf ein starkes Dividendenwachstum aus sind und weniger auf eine anfänglich hohe Dividendenrendite.
Moody's erhöhte die Dividende im Durchschnitt um fast 11 % pro Jahr über die letzten 10 Jahre und über 14 % innerhalb der letzten 20 Jahre. So wurde aus einer Dividende von lediglich 0,07 $ pro Quartal im Jahr 2006, heute eine Dividende von 1,03 $.
Seitdem Moody's an der Börse ist, wurde die Dividende in keinem Jahr gekürzt. Aktuell beträgt die Dividendenrendite 0,97 % pro Jahr.
Doch die Dividende ist längst nicht das Einzige, was Moody's spannend macht. Allein der Kurs hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdreifacht. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Kursrendite von über 16 % pro Jahr!
In unserer Analyse erfahrt ihr, was den starken Burggraben von Moody's ausmacht und ob die Aktie aus unserer Sicht aktuell kaufenswert ist.
Übersicht
| Moody's | |
| Marktkapitalisierung | 77,5 Milliarden $ |
| Umsatz 2025 | 7,7 Milliarden $ |
| Gewinn 2025 | 2,5 Milliarden $ |
| Dividendenrendite | 0,97 % |
| Dividendenwachstum 10 Y | 11 % |
| Ausschüttungsquote Gewinn (bereinigter FCF) | 28,5 % (27 %) |
| KGV | 29 |
| Netto Verschuldung | 5,5 Milliarden $ |
Geschäftsmodell
Moody's ist die weltweit zweitgrößte Kreditratingagentur mit einem enormen Marktanteil von etwa 30 % aller Kreditratings.
Die Hauptaufgabe besteht darin, Anleihen und weitere Schuldinstrumente, nach deren Kreditwürdigkeit zu bewerten und deren relatives Ausfallrisiko zu bestimmen. Zusätzlich bewertet Moody's auch Wirtschaftsunternehmen und Länder. Alle Einnahmen, die aus den Ratings resultieren, fasst Moody's in dem Segment Moody's Investors Service zusammen.
Zur Einstufung der Bonität verwendet das Unternehmen eine globale langfristige Ratingskala (Global Long-Term Rating Scale). Die Schuldinstrumente werden nach einer genauen Analyse zu einer der Bonitätsstufen zugeordnet. Die Skala sieht dabei wie folgt aus:

Das hilft potenziellen Investoren dabei, die Risiken einer bestimmten Anlage besser zu verstehen. Institutionelle Anleger nutzen diese Einschätzungen regelmäßig, um das Kreditrisiko zu bestimmen, Risikolimits festzulegen oder Transaktionsstrukturen besser zu verstehen.
Bezahlt werden diese Ratings nicht von den tatsächlichen Nutzern der Ratings, sondern vom Emittenten selbst (also von dem Unternehmen, welches bewertet wird). Im Jahr 2025 hat Moody's mit dem Ratinggeschäft einen Umsatz in Höhe von 4,1 Milliarden Dollar erwirtschaftet.
Der Vorteil einer Bewertung für das Unternehmen ist, dass die Nachfrage von Investoren nach den eigenen Anleihen deutlich größer wird. Denn viele institutionelle Investoren, wie Pensionskassen, Versicherer, Fondsanbieter und Banken dürfen erst investieren, wenn zu den Schuldinstrumenten mindestens ein (in der Praxis häufig sogar zwei) Kreditrating von einem der großen Ratingagenturen vorliegt. Außerdem darf die Bonitätsstufe häufig nicht unterhalb eines selbst auferlegten Schwellenwertes liegen.
Die Gesamtkosten für das Rating einer Anleihe setzt sich dabei für das Unternehmen meist aus zwei verschiedenen Gebührenarten zusammen:
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